Elternabende gehören neben Eltern-oder Entwicklungsgesprächen zu den zentralen Formen der Elternarbeit in der Kita. Dabei geht es während Elternabenden nicht darum, Eltern über die Erziehung ihres Kindes zu belehren. Eher geben Sie die Möglichkeit mit den Eltern zu kooperieren und den Kita- und Kindergartenalltag bestmöglich zu gestalten. Häufig werden sie dazu genutzt, organisatorische Themen und Entscheidungen rund um den Alltag in der Kita zu besprechen. Eltern und Erzieher/innen haben bei Elternabenden die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen und sich über Erfahrungen auszutauschen. Genauso können Elternabende genutzt werden, um sich in Form von Vorträgen zu relevanten Themen wie Erziehung, Gesundheit oder Mediennutzung gemeinsam fortzubilden. So können alle gemeinsam eine angenehme Atmosphäre schaffen, mehr zu pädagogischen Themen lernen und den Kitaalltag aktiv mitgestalten.
Grundsätzlich kann jede Kita selbst festlegen, wie häufig ein Elternabend stattfinden soll. Da Sie allerdings einen wichtigen Teil zum Aufbau einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Erzieher/innen beitragen, sollten sie regelmäßig durchgeführt werden. In der Regel finden gruppenübergreifende Elternabende mit allen Beteiligten des Kindergarten mindestens zwei- bis dreimal pro Jahr statt. Meist wird die Wahl des Elternrates zu Beginn des Kitajahres bereits zum Anlass genommen, einen Elternabend zu organisieren und durch Informationsveranstaltungen, bspw. vor den Sommerferien, ergänzt. Auch zu speziellen Anlässen oder Themen (z.B. Osterbasteln oder ein Expert/innen-Vortrag) kann ein Elternabend interessant sein.

Bei normalen Elternabenden in der Kita gibt es keine feste Regelung, wie weit im Voraus die Einladungen versendet werden müssen. Wollen Sie sicherstellen, dass möglichst viele Elternteile teilnehmen können, sollten Sie circa 10-14 Tage vorher Bescheid geben. Der Termin sollte dabei so gewählt werden, dass auch berufstätige Eltern die Chance haben, am Elternabend teilzunehmen. Alternativ können Sie auch die Möglichkeit für einen digitalen oder hybriden Elternabend anbieten, um mehr Flexibilität in der Terminplanung zu ermöglichen: Schalten Sie dafür einfach Eltern per Videokonferenz digital zum Elternabend dazu.
In unserem Konzept zur Vereinfachung des Elternabends mit Sdui werden alle hier angerissenen Informationen nochmals vertieft und zusätzliche Vorschläge präsentiert, wie Ihnen die die Organisation und Kommunikation erleichtert werden kann.
Ein gelungener und gut durchstrukturierter Elternabend sollte in der Regel zwischen 1,5 bis maximal 2 Stunden dauern. In dieser Zeit können relevante Themen und Organisatorisches besprochen werden, während auch Raum für einen kurzen Fachvortrag, Diskussionsrunden und Fragen bleibt. Im Optimalfall sollte es währenddessen oder im Anschluss ebenfalls die Möglichkeit für zwanglosen Austausch und ein gemeinsames Miteinander gegeben sein.
Zu einem Elternabend gehört viel mehr als das zweistündige Gespräch mit den Eltern. Insbesondere auf Erzieher/innen kommen organisatorische Absprachen, Elternkommunikation und viel Planung zu:

Arbeitsmaterialien und Checklisten für den Elternabend im Kindergarten finden Sie zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter kindergesundheit-info.de .
In unserem Konzept zur Vereinfachung des Elternabends mit Sdui werden alle hier angerissenen Informationen nochmals vertieft und zusätzliche Vorschläge präsentiert, wie Ihnen die die Organisation und Kommunikation erleichtert werden kann.
Die Frage “Wie ist ein Elternabend aufgebaut?” kann je nach Anlass und Umfang des Elternabends unterschiedlich beantwortet werden, denn je nach Thema können verschiedene Methoden und Vorgehensweisen optimal sein. Grundsätzlich sollte es für einen Elternabend immer einen Ablaufplan geben, der alle Tagesordnungspunkte enthält, um so auch den Eltern Orientierung und Struktur zu ermöglichen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Elternabends ist es wichtig, die Informationen und Ergebnisse der Gespräche verbindlich festzuhalten und mit allen Eltern zu teilen. Erstellen Sie ein Protokoll des Besprochenen, sichern Sie alle Ergebnisse aus Gruppenarbeiten oder Diskussionen und teilen Sie Informationen aus Fachvorträgen nochmal zum nachlesen. Besonders einfach ist es, die Ergebnisse des Elternabends digital in einer Cloud zu teilen und zu speichern. Alternativ können die Informationen auch im Nachgang als Elternbrief verteilt oder verschickt werden. Stellen Sie sicher, dass insbesondere alle Eltern, die nicht am Elternabend teilnehmen konnten, über alles informiert sind und geben Sie ihnen die Möglichkeit für Rückfragen und Anmerkungen. Besprechen Sie den Ablauf und das Feedback des Elternabends gemeinsam mit allen Angestellten der Kita, um herauszufinden, was gut und was schlecht lief und so den nächsten Elternabend noch besser zu gestalten.
Elternabende im Kindergarten und der Kita leisten einen großen Beitrag zu erfolgreicher Elternarbeit und dem Aufbau einer harmonischen Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Erzieher/innen. Sie sollten mindesten zweimal jährlich stattfinden und werden häufig dazu genutzt, organisatorische Themen und Entscheidungen rund um den Alltag in der Kita zu besprechen. Neben dem Informationsaustausch bieten sie auch eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen der Eltern und Erzieher/innen. Für einen optimalen Ablauf ist eine gute Planung und Strukturierung des Abends ebenso wichtig, wie das frühzeitige Einladen der Eltern per Elternbrief und die Nachbereitung des Besprochenen.